Verkehrsleitbild Rheinland 2016 

Die Güterverkehrsleistung im Rheinland wird bis 2030 um rund 40 Prozent steigen, und damit werden auch die Anforderungen an die Verkehrsinfrastruktur zunehmen. Das Rheinland ist aufgrund seiner geographischen Lage von den wachsenden Warenströmen besonders betroffen. Eine große Rolle spielen hier die Hinterlandverkehre aus den Seehäfen Zeebrügge, Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen („ZARA“) sowie die zunehmenden Verkehrsströme auf den europäischen Ost-West-Magistralen. Vor allem der Gütertransitverkehr wird in den nächsten Jahren überproportional zunehmen. So wird der Gütertransit auf der Straße bis 2030 um rund 52 Prozent steigen. Die Straße wird damit auch zukünftig eindeutig die Hauptlast der Güterverkehre tragen. Zuwächse werden jedoch auch beim Binnenschiff und bei der Eisenbahn zu verzeichnen sein. Die Güterverkehrsleistung auf der Schiene wird beispielsweise bis 2030 um rund 40 Prozent steigen. Fast ein Drittel des Zuwachses entfällt auf den Transit.

Verkehrsleitbild 2016

Das strategische Verkehrsnetz 2016

Bedeutung der ZARA-Häfen

 


Verkehrsentwicklung im Rheinland

Verkehrskongress: "Mehr Güter auf die Schiene - wer finanziert den weiteren Netzausbau?" vom 5. Dezember 2011, Industrie- und Handelskammer Köln

Insgesamt 18 Ausbaumaßnahmen und 11 Verbindungsverbesserungen sind aus der Sicht rheinischen Industrie- und Handelskammern notwendig, um das Schienennetz fit für die Zukunft zu machen. Von besonderer Bedeutung sind dabei:

·    Fortführung des Eisernen Rhein
·    Weiterführung der Betuwe-Linie
·    Ausbau der Strecke Köln/Mönchengladbach/Venlo (Brabantroute)
·    Ausbau des Knotens Köln
·    Ausbau der Ruhr-Sieg-Strecke

Die Verkehrsinfrastruktur ist seit Jahren strukturell chronisch unterfinanziert. Wir schieben einen langen Stau an notwendigen Maßnahmen vor uns her, im Straßen- und Schienenbau genauso wie bei den Wasserstraßen. Die jetzt von der großen Koalition bereitgestellten 1,25 Milliarden Euro jährlich sind viel zu wenig, den Investitionsstau aufzulösen.

Die Rheinlandkammern sprechen sich auch für einen Netzausbau nicht ohne Lärmschutz aus. Touristische Regionen könnten sonst an Attraktivität verlieren. Dies gelte beispielhaft für den europäischen Schienenverkehrskorridor von Rotterdam über Köln, Basel und Mailand bis Genua. Um die notwendige Akzeptanz für Eisenbahnverkehre zu schaffen, müssten deshalb mehr als bisher Lärmminderungsmaßnahmen ergriffen werden.

Schienenverkehr im Rheinland 2025

Karte Schienenverkehr im Rheinland 2025

 

Am 25. November 2010 stellten die Industrie- und Handelskammern im Rheinland ein Positionspapier  zum "Stadtverkehr 2025" vor. Was passiert mit dem Güterverkehr im Rheinland, wenn bei der Infrastruktur nichts passiert? Antworten hierauf gibt die "Verkehrsprognose 2025".


Zentrale Zukunftsaufgabe wird künftig mehr denn je die Organisation eines stadtverträglichen Verkehrs sein, um damit den unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnissen der Bevölkerung Rechnung zu tragen. Zur Bewältigung dieser Aufgabe hat die IHK-Initiative Rheinland das Positionspapier „Stadtentwicklung und Mobilität im Rheinland 2025“ erarbeitet.